Boßelverein “Väl
Moot” Himmelreich-Coldewei e.V.
gegründet
1958
Mit
„Viel Mut“ fanden sich 1958 sieben
Anhänger des Friesensports im Wilhelmshavener Stadtteil Himmelreich/Coldewei
zusammen, um gemeinsam einen Boßelverein zu gründen. „Viel Mut“ gehörte so am Anfang dazu,
denn aus anderen Vereinen heraus wurden die Mitglieder des neuen Vereins „Väl Moot“ nicht umsonst gefragt, ob
sie Förderer des Boßelsports seien, oder nur „Rebellen“.
Nach
der Aufnahme in den Kreis XII Wilhelmshaven nahm der Verein zunächst mit
Jugend- und Herrenteams seine Boßelaktivität auf.
Diese bestand zu damaliger Zeit in der Durchführung von
Freundschaftswettkämpfen mit freier Gegnerwahl.
Schnell
verstummten in den folgenden Jahren auch die Stimmen der Skeptiker, denn nicht
nur innerhalb des Kreises XII Wilhelmshaven konnten die Himmelreich/Coldeweier große Erfolge erringen, sondern auch auf Ebene
des Klootschießerlandesverbandes Oldenburg machte man
sich schnell einen Namen.
Zahlreiche
regionale und überregionale Titel wurden im Einzel- und Mannschaftsbereich
„eingefahren“ und stimmgewaltig zeigte man sich nicht nur auf der Straße,
sondern auch zu geselligen Anlässen. Für die Melodien vom „Westerwald“ und den „wehenden bunten
Fahne“ fanden „Boy Lottmann“ und „Manfred Wolf“ neue Texte, die dann in froher
Runde so manches Mal „abgeschmettert“ wurden:
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Oh du schöner Westerwald 1.Teckt bi uns de Harwst in`t Land geiht dat los ton Bosselkampf. Off dat regen`t oder schneet Väl Moot is stets bereet Refrain: O du schönet Freesenspeel up de Strot doar mokt
wi väl Krakeel un
singt du Hus wie Onkel Sjut “Lüch up
un fleu herut”. 2. Wi kämpft ut Freud am Freesensport bi uns to Hus un annerorts,
un is de Gegner noch so schwoor, wie legt em rin un
dat is woor Refrain: |
Wenn die bunten Fahnen wehen 1.
Wenn die bunten Fahnen wehen, ziehen wir zum Wettkampf aus, den der Wind und Wetter fürchtet lassen wir zu Haus, zu Haus Refrain: Schieben
die Kugeln, flüchten
den Kloooot, wir
sind die Boßler vom
Verein Väl Moot 2.
Wenn wir auch nicht immer siegen geben wir den Mut nicht auf, lassen uns nicht unterkriegen bleiben immer obenauf Refrain: |
Mit
Einführung der Punktkämpfe Anfang der siebziger Jahre ersetzte der
Punktspielbetrieb mehr und mehr die zuvor durchgeführten Freundschaftskämpfe.
Über viele Jahre bedurfte es immer wieder einer Kraftanstrengung, die
Bezirksliga zu halten, doch intensive Jugendarbeit führte dann Anfang der 80ger
Jahre zur sportlichen Blütezeit des Vereins.
Nicht
nur der Aufstieg in die Verbandsliga an sich ist hier erwähnenswert, sondern
nur eine Heimniederlage gegen den späteren Aufsteiger Garms verhinderte in der
Saison 1981/1982 den ganz großen Sprung in die Landesliga.
Seit
1979 pflegen bei “Väl Moot” auch die Frauen und Mädchen den Friesensport mit
den Gummi- oder Holzkugeln. Sie beteiligen sich ebenfalls, wie ihre männlichen
Kollegen, am geselligen Vereinsleben.
Mit
eingebunden sind auch die Jugendgruppen, die entweder eigenständig ebenfalls am
Punktspielbetrieb auf Kreisebene teilnehmen, oder bereits mit in die Männer und
Frauenteams eingebunden werden.
Von
1984 bis 2007 war der Verein sportlich im Vereinsheim, Wilhelmshaven, Steindamm
Nr. 1, direkt an der Boßelstrecke zu Hause. Hier befanden sich auch die
Sportgeräte. Seid 2007 hat der Verein sein neues Zuhause unter dem Dach des
Schützenvereins in der Helderei 1 in 26388 Wilhelmshaven gefunden.
Ein
äußerst günstiges Beitragsgefüge und ausgebildete Übungsleiter geben auch hier jedem
Neuling die Möglichkeit zum Kennenlernen des Boßelsports.
Heute
hat sich der Boßelverein “Väl Moot” Himmelreich-Coldewei e.V. mit ca. 80 Vereinsmitgliedern unter der
Dachorganisation, dem Friesischen Klootschießerverband e.V. mit über 40.000
Aktiven, etabliert.
Boßeln:
die Fähigkeit, eine festgelegte Wegstrecke mit den wenigsten Würfen zu durchwerfen.